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    <title>Medienverband - Nachrichten</title>
    <description>Die aktuellen Nachrichten des österreichischen Medienverbands.</description>
    <link>http://medienverband.at/</link>
    <language>de</language>
    <pubDate>Mon, 26 Oct 2009 21:42:18 +0100</pubDate>
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      <title>Zu Gast im Bundeskanzleramt: Forderungen des Medienverbands überreicht</title>
      <description><![CDATA[<p>Es hat fast ein Jahr gedauert bis der Österreichische Medienverband ins Bundeskanzleramt eingeladen wurde. Ziel war es, sich gegenseitig kennen zu lernen und die Forderungen des Österreichischen Medienverbandes zu überreichen. Erich König, Referent für Medienpolitik und Marcin Kotlowski, Stv. Büroleiter und Pressesprecher des Medien-Staatssekretärs, trafen sich mit Martin Aschauer, Präsidenten des Österreichischen Medienverbands, zu einem durchaus konstruktiven Gespräch. Medien wie Skug und ChiLLi waren den politischen Vertretern sehr wohl ein Begriff. Dieses Wissen um Freie Medien und auch das grundsätzliche Bewusstsein für die Probleme Freier Medien waren für den Medienverband überraschend. In einem eineinhalbstündigen Gespräch gelang es den Medienverband vorzustellen und seine Forderungen zu diskutieren. Es wurden außerdem gemeinsame Schwerpunktthemen identifiziert, die im weiteren mit dem Medienstaatssekretär diskutiert werden sollen.</p> <p>Unsere vorgestellten Forderungen lassen sich mit nachstehenden Statements auf den Punkt bringen:</p> <p><em>Martin Aschauer: „Inhalte der Gegenwart in Medien der Zukunft dürfen nicht an Strukturen der Vergangenheit scheitern. Die derzeitigen Medienförderungen sind Gießkannenförderungen, die sich nicht an Kernaufgaben wie Medieninnovation oder Partizipation orientieren."</em></p> <p><strong>Der Österreichische Medienverband hat daher folgende Forderungen auf den Tisch gelegt:</strong></p> <li>a) Politisches Bekenntnis zu medienkultureller Vielfalt</li> <li>b) Publizistikförderung für Online-Medien -&nbsp; sowie eine Ausweitung der Publizistikförderung</li> <li>c) Rechtsschutzzugang für die Vereinsvorstände </li> <li>d) Werbesteuerbefreiung</li> <li>e) Anerkennung von Bewegtbildjournalismus</li> <li>f) Ausweitung des Fonds für Nichtkommerzielle Rundfunkmedien auf Freie Medien. Rundfunk deckt nur einen Teil&nbsp; von BürgerInnenmedien ab. Im 21. Jahrhundert darf diese nicht auf Rundfunktechniken begrenzt werden.</li> <li>g) GIS-Gebühren zweckgebunden für Medien einsetzen und nicht für Althaussanierung, Stichwort Kulturschilling</li> <li>h) Unterstützung bei der Bürgerjournalistenausbildung - Stichwort Medienverbandsakademie.</li> <li>i) Banken und Versicherungen vom Zugang von Presse und Publizistikförderungen ausschließen. z.B.: Ist die Raiffeisenzeitung ein Produkt zur Verkaufsförderung, allerdings kein förderungswürdiges Printprodukt. Banken und Versicherungen wurden bereits überproportional vom Steuerzahler gestützt.</li> <li>j) Werbefenster am ORF für nichtkommerzielle Medien, Imagewerbung für vierte Säule</li> <li>k) Zugang zu professionellen Redaktionsräumen</li> <li>l) Schaffung eines freien Medienfonds, der nach Gesichtspunkten der Innovationsförderung und nicht als Gießkannenförderung ausgerichtet ist.</li> <li>m) Last but not Least haben wir einen Medienreport angeregt. Ähnliches haben wir bei der RTR bereits deponiert. Die RTR hat im Vorjahr beispielsweise eine Publikation zu den Freien Radios Österreichs herausgegeben. Ein solcher Medienreport kann die wissenschaftliche Basis für den Mehrwert der Freien Medien liefern.</li> <p> Der Gesprächsverlauf ist, wie bei vielen Lobbygesprächen, vertraulich. Der Medienstaatssekretär wird sich im Rahmen eines Interviews für unser Medienjournal unseren Fragen stellen. Damit ist gewährleistet, dass viele Punkte in den nächsten Monaten sehr transparent gemacht werden können. Wie eingangs festgestellt, verlief das Gespräch aber sehr freundschaftlich und war von einem grundsätzlichen Verständnis geprägt.</p>]]></description>
      <link>http://medienverband.at/index.php/newsreader/items/bundeskanzleramt-forderungen.html</link>
      <pubDate>Sun, 28 Feb 2010 00:04:00 +0100</pubDate>
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      <title>„Immer, wenn man etwas zu sagen hat, sollte man das auch tun.“</title>
      <description><![CDATA[<p>APA OTS (Originaltext-Service) ist Österreichs stärkster Verbreiter von Presseaussendungen. Durchschnittlich 280 Aussendungen versendet die Tochterfirma der APA (Austria Presse Agentur) tagtäglich an die Medienmacher Österreichs, aber auch an interessierte Privatpersonen. Karin Thiller, Geschäftsführerin von APA OTS sprach mit dem Österreichischen Medienverband unter anderem über die aktuellen Herausforderungen der Medienbranche, die Funktion von OTS und die Relevanz sozialer Netzwerke.</p> <p style="text-align: center;"><img src="http://i883.photobucket.com/albums/ac37/UmweltGlobal2000/InterviewKarinThiller.jpg" border="0" alt="Photobucket" width="462" height="360" /></p> <p><strong>Medienverband: Über APA OTS senden zahlreiche nationale und internationale Unternehmen. Wie geht es dem „Businesskundenjournalismus" in Österreich?</strong></p> <p><strong>Karin Thiller:</strong> Wir haben den Eindruck, es geht ihm gut. Wir haben mit Spannung die Entwicklungen verfolgt, weil ja 2009 kein sehr gutes Jahr war - die große Krise in der PR-Branche ist aber ausgeblieben. Die gesamte Unternehmenskommunikation ist weniger betroffen als zum Beispiel die Werbung. Natürlich muss überall gespart werden, aber so richtig eingebremst wurde nicht. Auch was die Anzahl der Aussendungen und den Umsatz von APA OTS betrifft, können wir uns nicht beschweren - wir hatten im letzten Jahr ein Wachstum. Es war natürlich schwierig, aber wir spürten keine drastischen Rückgänge.</p> <p><strong>Medienverband: Derzeit gibt es ja große Umbrüche und Revolutionen in der Medienbranche. Was sind die Herausforderungen der Medienbranche für den Businesskundenjournalismus?</strong></p> <p><strong>Karin Thiller:</strong> Aus meiner Sicht ist die größte Herausforderung die Diversifizierung der Kanäle - man muss so viele verschiedene Kanäle bedienen. Früher war es nur die Tageszeitung, mittlerweile müssen neben Zeitungen und Magazinen, der Online Bereich bedient und die ganzen sozialen Netzwerke mitgedacht werden. Man muss für Facebook und Twitter etwas machen, einen Blog führen...&nbsp; Es muss viel Aufwand und Denkarbeit investiert werden, um dieser Aufsplitterung der Zielgruppen gerecht zu werden. Die Zielgruppen werden kleiner, dafür etwas genauer. Man trifft damit zwar leichter seine Zielgruppen, aber nur unter Einsatz von sehr viel Know-How.</p> <p><strong>Medienverband: Wir haben von „Businesskundenjournalismus" gesprochen. Kann man hier überhaupt von Journalismus sprechen. Oder führen wir die Frage sogar weiter - Ist die OTS bezahlter Bürgerjournalismus?</strong></p> <p><strong>Karin Thiller:</strong> Das ist eine gute Frage. Aber nein, Bürgerjournalismus ist es nicht, es ist interessensgeleitete Kommunikation. Es ist Kommunikation, die aus den Unternehmen und Organisationen kommt. Bürgerjournalismus ist es insofern nicht, weil nicht der einzelne Bürger zu Wort kommt, sondern immer nur jemand, der in eine Organisation - und sei sie noch so klein - eingebettet ist. Sprich, derzeit bieten wir keine Möglichkeit, als Privatperson auszusenden. Trotzdem achten wir darauf, dass jeder, der in irgendeiner Form zum Diskurs oder zu einem gesellschaftspolitischen Thema beiträgt, auch zu Wort kommt. Und wir versuchen auch, unsere Preise so gestalten, dass das möglich ist.</p> <p>Ich würde es also als eine sehr breite Diskursplattform bezeichnen, bei der ganz gezielt darauf geachtet wird, dass alle Gruppen, die etwas zu einem Thema zu sagen haben, zu Wort kommen.</p> <p><strong>Medienverband: Können Sie uns kurz den Unterschied zwischen der Verbreitung einer Presseaussendung über OTS und einem herkömmlichen, selbst recherchierten Presseverteiler erklären?</strong></p> <p><strong>Karin Thiller:</strong> OTS verbreitet einerseits über das Netz der APA, das heißt wir landen direkt in den Redaktionen der wichtigsten Medien -das ist ein sehr wesentlicher Unterschied. Wir haben andererseits auch eine sehr stark frequentierte und Suchmaschinen-optimierte Website und rund 15.000 Personen nutzen unser Mail-Aboservice. Wir haben zudem Content-Partner, auf deren Seiten wir unsere Inhalte darstellen. www.ots.at hat auch ein Archiv, in dem man kostenlos zurück bis 1999 recherchieren kann. Man wird also wieder gefunden, wenn man über uns aussendet, was beim Versand über Mail nicht der Fall ist. Eine OTS-Aussendung ist außerdem weniger anfällig auf Abwesenheiten oder Urlaube. Wir möchten allerdings eine personalisierte Pressearbeit nicht ersetzen, sondern ergänzen.</p> <p><strong>Medienverband: Wenn man eine Aussendung über OTS versendet - mit welchem Feedback kann man rechnen?</strong></p> <p><strong>Karin Thiller:</strong> Das Feedback, das Aussender haben, ist das, was sie von Journalisten und Lesern bekommen. Seit Kurzem kann man auch direkt auf die OTS Feedback an den Aussender schicken. Was tatsächlich zum Kunden zurückkommt, erheben wir derzeit nicht systematisch. Wir erfahren aber bei regelmäßigen Kundenbefragungen, dass man mit der Resonanz zufrieden ist. Das zeigt auch die Kundenstatistik, denn wir verlieren kaum Kunden - wer OTS nutzt, nutzt es dauerhaft und über Jahre.</p> <p><strong>Medienverband: Warum sollten zum Beispiel die Mitglieder des Österreichischen Medienverbandes das Service von APA OTS nutzen? Was sind die konkreten Vorteile?</strong></p> <p><strong>Karin Thiller:</strong> Sie sollten OTS nutzen, immer wenn sie bei einem öffentlichen Diskurs dabei sein wollen. Immer wenn es ein Thema gibt, zu dem man etwas zu sagen hat, sollte man das auch tun. APA OTS ist eine Diskursplattform, die sehr stark frequentiert und gelesen wird. Es ist eine sehr gute Möglichkeit, Öffentlichkeit zu bekommen und zu erzeugen.</p> <p><strong>Medienverband: Was wollen Journalistinnen und Redakteurinnen eigentlich von der PR?</strong></p> <p><strong>Karin Thiller:</strong> Üblicherweise guter Inhalt, eine interessante Geschichte. Etwas Spannendes, Neues, Aktuelles und richtige Fakten. Sie wollen Inhalte, die ihr Medium für die jeweiligen Leser interessanter machen. </p> <p><strong>Medienverband: Wie sieht denn eine perfekte Presseaussendung aus? Was muss, Ihrer Meinung nach, beachtet werden, damit die Inhalte möglichst wieder in den Medien zu finden sind?</strong></p> <p><strong>Karin Thiller:</strong> Es gibt bestimmte Formalkriterien: Die Aussendung sollte einen einzeiligen Titel und einen aussagekräftigen Leadabsatz haben, der die W-Fragen beantwortet. Sie hat einen spannenden Inhalt, richtige Fakten, ist kurz und knapp geschrieben und enthält - ganz wichtig - einen Rückfragehinweis. Idealerweise ist auch gleich Bildmaterial dabei. Und wenn die Aussendung dann noch eine Kernbotschaft und ein Originalzitat enthält ist es überhaupt perfekt.</p> <p><strong>Medienverband: Welche Trends zeichnen sich in der Kommunikationsbranche ab?</strong></p> <p><strong>Karin Thiller:</strong> Aus meiner Sicht zeichnet sich ein starker Trend zur Aufsplitterung der Kanäle ab. Wir beobachten die Social Networks sehr genau. Es gibt neue Studien, nach denen ein sehr hoher Anteil der Journalisten auf Facebook aktiv ist - dies gilt aber nicht als journalistische Quelle, mehr als Inspiration. Aber ich glaube schon, dass die Informationsbeschaffung durch soziale Netzwerke ein Trend ist, und sei es eben nur als Anregung, als Agenda-Setting.Ansonsten natürlich der Trend zur Schnelligkeit - Tageszeitungen werden eher zum Erklär- und Hintergrund- als zum aktuellen Medium. Außerdem sehe ich einen ganz großen Trend zum Bewegtbild - derzeit der wohl größte Trend. Das bewirkt auch eine Änderung im Qualitätsanspruch: Journalisten, aber auch PR-Verantwortliche müssen heutzutage sehr viel können und sich an die Konsumgewohnheiten anpassen. </p> <p><strong>Wie sehen Sie die Zukunft von Social Networks, nicht als Quelle, sondern als Distributionskanal?</strong></p> <p><strong>Karin Thiller:</strong> Genau kann ich das noch nicht sagen. Ich sehe ein Problem darin, weil man die Kommunikation hier nicht sehr quellensicher gestalten kann. Man kann nie sicher sagen, wer die Quelle ist, denn Profile kann man sich sehr leicht anlegen. Technisch ist das System also nicht gesichert. Von den Themen her ja, hinsichtlich der Fakten würden sich die meisten Journalisten noch nicht darauf verlassen. Denn wenn man die Netzwerke gezielt nutzt, gibt es auch genug Möglichkeiten der Desinformation, wie man immer wieder beobachten kann.</p> <p><strong></strong></p> <p><strong>Vielen Dank für das Gespräch!</strong></p> <p style="text-align: right;"><em>(Tina Schwaha)</em></p> <p>Link: <a href="http://www.ots.at">www.ots.at</a></p>]]></description>
      <link>http://medienverband.at/index.php/newsreader/items/ots-thiller.html</link>
      <pubDate>Sun, 28 Feb 2010 00:02:00 +0100</pubDate>
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      <title>Erste Erfolge in 2010</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>Journalistenausweise, gratis OTS-Aussendungen, sechs Interviews und ein Medienjournal - die Bilanz der letzten zwei Monate kann sich sehen lassen.</strong></p> <p><strong>Presseausweise für Mitglieder des Medienverbands</strong></p> <p>Der Österreichische Medienverband (ÖMVB) und der Österreichische Journalistenclub werden in Zukunft kooperieren. Der ÖMVB kann dann den JournalistInnen seiner Mitglieder den Zugang zu Presseausweisen ermöglichen. Für die vielen JournalistInnen der Freien Medien ist das ein weiterer Schritt, um ihre Arbeit professioneller gestalten zu können.</p> <p><strong>APA-OTS</strong></p> <p>Das Gespräch mit Karin Diller von der APA (Austria Presse Agentur) war sehr bereichernd für Freie Medien in Österreich. Die Mitglieder des Österreichischen Medienverbands werden über den Verband Zugang zu gratis OTS (Original Text Service)-Aussendungen bekommen. Für klassische PR- und Kommunikationsarbeit ist der Zugang zu OTS unumgänglich.</p> <p><strong>Sechs spannende Interviews und etwas Selbstkritik </strong></p> <p>Es gilt auch Selbstkritik zu üben. Im letzten Monat wurde kein Artikel auf <a href="http://www.medienverband.at/">www.medienverband.at</a> veröffentlicht und wir haben unsere Arbeit nicht transparent gemacht. Das heißt allerdings nicht, dass nichts passiert ist. Im Gegenteil. Wir dürfen in ein Gespräch exemplarisch etwas Einblick gewähren: Im Interview mit Fred Turnheim, Präsident des Österreichischen Journalistenclubs, stellte dieser dar, warum Österreichs Medienförderungsstruktur „Schwachsinn" ist, warum wir nicht auf die Herausforderungen der nächsten Jahre vorbereitet sind, die damit verbundene hilflose Auslieferung des Medienstandorts Österreich riskieren, warum es vollkommen "daneben" ist, dass Bundesländer Teile der GIS-Gebühren entnehmen und warum junge Medienmacher sich heute genauer als früher überlegen müssen, ob Journalismus das richtige Berufsfeld für sie ist. </p> <p> In den weiteren Interviews mit Alfred Grinschgl von der Rundfunk- und Telekom Regulierungs (RTR) GmbH, Albert Malli vom Österreichischen Medienrat, Helmut Peissl vom Verband der Freien Radios Österreichs (VFRÖ), Karin Diller von der Austria Presse Agentur und OTS GmbH und der Digitalks-GründerIn Meral Ackin-Hecke, erfährt ihr mehr interessante Details zu Österreichs Mediengeschehen.</p> <p><strong>Neues Österreichisches Medienjournal</strong></p> <p>Am 7. März werden wir das Neue Österreichsche Medienjournal der Öffentlichkeit vorstellen. Es ist uns gelungen dafür eine Redaktion aufzubauen. Über die genaue Ausrichtung des Journals erfährt ihr kommende Woche Näheres.</p> <p><strong>Politische Lobby</strong></p> <p>Die politische Lobbytätigkeit wurde aufgenommen. Auf der Ebene der Stadt Wien hatten wir beispielsweise einen sehr angenehmen und bereichernden Termin bei Jürgen Wutzelhofer von der SPÖ Wien. Auf Bundesebene wurde ein Gespräch mit Marcin Kotlowski, Pressesprecher des Medienstaatssekretärs Josef Ostermayer, vereinbart um einen Termin mit diesem vorzubereiten. </p> <p>Für eine mögliche Zusammenarbeit wurden konstruktive Gespräche mit NEWSONVideo und FH-Space-TV geführt. Wir hoffen, euch darüber bald mehr berichten zu können. </p> <p>Am 20. Februar findet das nächste Vorstands-Treffen statt. Falls du da auch mitmachen willst, melde dich einfach bei uns: <strong>medienverband@gmail.com.</strong></p> <p> <strong> </strong></p>]]></description>
      <link>http://medienverband.at/index.php/newsreader/items/erste-erfolge-in-2010.html</link>
      <pubDate>Sun, 14 Feb 2010 11:26:00 +0100</pubDate>
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      <title>&quot;Das Wichtigste für freie Medien ist deren Vernetzung untereinander&quot;</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>Das freie Magazin FM5 (www.fm5.at), gegründet um die Jahrtausendwende, ist in Oberösterreich und Wien stationiert. Monatlich publizieren die MitgliederInnen ein vielseitiges Online-Magazin und veranstalten darüber hinaus jeden Monat die Event-Reihe "Club Nolabel" im Wiener B72. Dort sollen junge KünstlerInnen aus Österreich bei ihren ersten Schritten in der Musikszene unterstützt werden. Eva Zimmermann, zukünftige Herausgeberin von FM5, sprach im Interview mit dem Österreichischen Medienverband über die Arbeit bei FM5, die Konkurrenzsituation zwischen den freien Medien und die Wünsche an den ÖMVB.</strong></p> <p><strong>Medienverband: Das Jahr 2009 liegt hinter uns. Was hat sich bei FM5 im vergangenen Jahr getan?</strong></p> <p><em><strong>Eva</strong>:</em> Der Beginn des Jahres war aus meiner Sicht maßgeblich dadurch geprägt, dass Martin Aschauer FM5 aus Zeitgründen verlassen musste. Er war zuvor Vorstandssprecher und FM5-Mitbegründer und verkörperte das freie Magazin wie wahrscheinlich kein Anderer. </p> <p>Der erste Höhepunkt war jedoch das Europafest im Mai 2009 in Schwarzenberg im Böhmerwald (Drei-Länder-Eck), an dem mehr als 2000 BesucherInnen teilnahmen. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Land Oberösterreich durchgeführt. Da es sich um ein trilaterales kulturelles Event handelte spielten jeweils eine Band aus Deutschland, Tschechien und Österreich. Medial fand das Fest einen sehr guten Anklang. </p> <p>Nach einem eher ruhigen Sommer ging es im September weiter mit dem Burgfest in Bad Kreuzen, welches auch sehr gelungen, mit ca. 800 Besuchern, über die Bühne ging. Seit Herbst 2009 widmen wir uns der Organisation des siebenten Geburtstagsfests, das am <strong>9. Jänner</strong> stattfindet. Es spielen <em><strong>Rainer von Vielen</strong>, <strong>Anajo</strong>, <strong>Velojet</strong> </em>und die Newcomerband <em><strong>Freak on Monday</strong>.</em></p> <p><strong>Medienverband</strong>: <strong>Seit 5. Jänner, wie jeden ersten Montag des Monats, ist die neue FM5-Ausgabe online auf fm5.at zu lesen. Wie sieht die redaktionelle Arbeit für eine Ausgabe genau aus?</strong></p> <p><em><strong>Eva:</strong></em> Das Redaktionsteam umfasst ungefähr 50 Schreiberlinge aus allen Bundesländern. Im größeren Umfeld engagieren sich ca. 200 Personen für FM5. Es kann grundsätzlich JedeR bei uns mitmachen, sofern in einem Intervall von drei Monaten ein Artikel erscheint. Wir treffen alle einmal pro Monat zusammen, besprechen in einer Blattkritik die Artikel der letzten Ausgabe und erstellen in einer Themenrunde einen Pool von möglichen Beiträgen für die nächste Ausgabe. Danach wird im internen FM5-Forum auf Details eingegangen und die Arbeit koordiniert. Eine Woche vor Erscheinen der neuen Ausgabe ist Redaktionsschluss, bis dahin haben alle RedakteurInnen ihre Artikel eingereicht. Dann werden die Beiträge von den jeweiligen RessortleiterInnen Korrektur gelesen und auf formale und inhaltliche Kriterien überprüft. Schließlich kommen alle Artikel am ersten Montag des Monats online.</p> <p><strong>Medienverband</strong>: <strong>Wo liegen die inhaltlichen Schwerpunkte von FM5?</strong></p> <p><em><strong>Eva</strong>:</em> Wir sind ein Jugendkulturmagazin für alle von 12 bis „open end". Vor allem wenden wir uns an SchülerInnen und StudentInnen und bieten die Ressorts Reportagen, Musik, Lifestyle und Kreatives. Dort finden sich Artikel über Wirtschaft, Politik, Theater-, Konzert- und Buchrezensionen, natürlich Musik, und seit Neuestem auch Bilderstrecken oder kurze Prosastücke.</p> <p><strong>Medienverband: FM5 ist nicht das einzige Online-Jugendmagazin. Wenn man sich andere Seiten, wie zum Beispiel CHiLLi.cc oder junQ.at, ansieht, stellt sich die Frage, ob hier eine Konkurrenzsituation herrscht?</strong></p> <p><em><strong>Eva</strong>: </em>Ich denke nicht. Zumindest macht es auf mich nicht den Eindruck. Es ist mehr ein friedliches Nebeneinander, jedes Medium hat seine StammleserInnen und vielleicht gibt es auch LeserInnen die mehrere ähnliche Medien rezipieren, inhaltlich gibt es ja einige Überschneidungen.. Wer sich für FM5 interessiert, kann sich aber auch genau so gut für junQ.at begeistern. </p> <p><strong>Medienverband: Wie finanziert sich FM5?</strong></p> <p><em><strong>Eva</strong>:</em> Hauptsächlich durch Förderungen, Subventionen und Mitgliedsbeiträge. Außerdem ist es möglich auf fm5.at Werbung zu schalten. In den letzten Jahren hatten wir auch Sponsoren, wie beispielsweise Wien Energie, von denen jedoch, offiziell begründet, durch die Wirtschaftskrise fast alle abgesprungen sind.</p> <p><strong>Medienverband: Wo sieht sich FM5 in fünf Jahren?</strong></p> <p><em><strong>Eva:</strong></em> Natürlich kann es immer besser werden, doch ich bin mit FM5 zufrieden wie es ist. Wir werden auf jeden Fall dran bleiben, dass unsere Onlinepräsenz auf Vordermann gebracht wird, die Organisation leichter wird und die Qualität der Beiträge steigt. Wir werden mit den Ressourcen die gegeben sind weiterhin das Beste machen, ohne dass sich jemand überarbeiten muss. Es wäre natürlich auch schön, wenn zum Beispiel die Konzerte, die derzeit im Raum Wien und OÖ stattfinden, noch mehr Zulauf finden und somit auch mehr Austausch zwischen den Jugendlichen stattfindet.</p> <p><strong>Medienverband: Zum Abschluss: Was wünscht sich FM5 für das Jahr 2010 vom Österreichischen Medienverband? </strong></p> <p><em><strong>Eva:</strong></em> Das Wichtigste für freie Medien ist deren Vernetzung untereinander. Damit keine Konkurrenzsituation entsteht und ein friedliches Nebeneinander möglich ist. Außerdem kann man von den Anderen etwas lernen, sich etwas abschauen und Anregungen sammeln wie man selbst sein Medium weiterentwickeln könnte. Der Österreichische Medienverband steht für die Vernetzung und Bekanntmachung untereinander. Zentral ist auch, Förderungen und Unterstützungen von politischer Seite durchzusetzen. Anträge zu schreiben und für Förderungen anzusuchen ist immer eine unangenehme Sache. Dabei wünschen wir uns Unterstützung vom Medienverband, um abzuwehren dass freie Medien irgendwann an Qualität verlieren, nur weil es strukturelle Probleme gibt.</p> <p> <a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://s889.photobucket.com/albums/ac94/medienverband/?action=view&amp;current=evazimmermann1.jpg"><img src="http://i889.photobucket.com/albums/ac94/medienverband/evazimmermann1.jpg" border="0" alt="Photobucket" /></a> <strong></strong></p> <p><strong>Zur Person</strong>: Eva Zimmermann, zukünftige Herausgeberin des freien Magazin FM5, kommt ursprünglich aus der Gegend um Linz und wurde dort auf FM5 aufmerksam. In Wien lernte sie Martin Aschauer und Markus Hader, die Mitbegründer von FM5, kennen und somit beginnt ihr Engagement für das Magazin. Sie ist sowohl für redaktionelle, organisatorische als auch kreative Tätigkeiten zuständig. </p> <p style="text-align: right;">(Martin Pesendorfer)</p> <p style="text-align: left;"><strong>Links:</strong></p> <p style="text-align: left;"><a href="http://www.fm5.at">www.fm5.at</a></p>]]></description>
      <link>http://medienverband.at/index.php/newsreader/items/fm5interview.html</link>
      <pubDate>Sun, 03 Jan 2010 17:19:00 +0100</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Ein gutes Jahr beginnt mit einem neuen Team</title>
      <description><![CDATA[<p>Die Mitglieder des Österreichischen Medienverbandes haben im Dezember im Rahmen eines Medienvernetzungstreffens die zukünftigen Schwerpunktthemen der Interessensvertretung beschlossen und den neuen Vorstand gewählt.</p> <p>Mag. Martin Aschauer wurde zum Präsidenten, Dr. Kurth Riha, ebenfalls Mitbegründer wurde zum Geschäftsführer gewählt. Neu im Vorstand und nun als VizepräsidentInnen tätig sind subtext-Chefredakteur Oliver Lukesch, Mahriah Zimmermann, Martin Pesendorfer, Tina Schwaha und Victoria Zedlacher.</p> <p><strong>Neuer Kommunikationsauftritt</strong></p> <p>Nach der Sommerpause hat der Medienverband wieder seinen Betrieb aufgenommen. Bis zum Ende 2009 ist es gelungen, den Auftritt innovativ neu zu gestalten, eine CI festzulegen, Grundlagen für einen Medienreport zu schaffen und eine Redaktion für das Medienjournal aufzubauen - sowie eine Medienrechtseinschulung anzubieten. Für das Jahr 2010 hat sich der ÖMVB vor allem die Vernetzung der Medien miteinander zum Ziel gesetzt.</p> <p><strong>Vernetzung ist ein Ziel des Medienverbandes</strong></p> <p>„Inhalte der Gegenwart in Medien der Zukunft dürfen nicht an Strukturen der Vergangenheit scheitern", so Mag. Martin Aschauer. „Wenn man sich den Begutachtungsentwurf für das neue Bundesgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz, das KommAustria-Gesetz, das Telekommunikationsgesetz 2003, das Verwertungsgesellschaftengesetz 2006, das ORF-Gesetz, das Privatfernsehgesetz, das Privatradiogesetz und das Fernseh- Exklusivrechtegesetz ansieht, dann begreift man, dass die politischen Entscheidungsträger noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen sind. Enorme Veränderungen der Medienbrache in Zeiten der Wirtschaftskrise betreffen freie Medien enorm. Es bedarf intensiverer Vernetzung um sich diesen Herausforderungen erfolgreich stellen zu können", so Aschauer.</p> <p>Darüber hinaus soll der Tag der freien Medien organisiert werden, Weiterbildungsmöglichkeiten für die Mitglieder geschaffen und das neue Medienjournal des ÖMVB umgesetzt werden. </p> <p><strong>Themenschwerpunkt Medien. Medienjournal. Das Journal von und über Freie Medien</strong></p> <p>Das <em>Österreichische Medienjournal</em>, das Online-Journal des Österreichischen Medienverbandes, richtet seinen Fokus auf Themen die Medien an sich betreffen. „Einerseits sollen Interviews mit den freien Medien geführt werden, um sie auch auf diese Weise vorzustellen, andererseits sollen Themen, rund um die Medienlandschaft Österreichs, aufgegriffen werden. Somit erhoffen wir uns, einen Raum für Diskussionen und eine kritische Auseinandersetzung mit Medien zu schaffen", so Victoria Zedlacher, Vizepräsidentin des Medienverbands und designierte Content Directorin des Medienjournals.</p> <p><strong>Mitgliedsbeitrag und Content-Lizenzen </strong> </p> <p>Alle Inhalte des österreichischen Medienverbands werden im Jahr 2010 unter Creative Commons lizensiert. Mitglieder des Medienverbands dürfen Interviews, Fotos und sonstige Inhalte ähnlich wie bei der APA ohne Quellenangabe übernehmen. Ein weiterer Beschluss der Generalversammlung ergab, dass der Mitgliedsbeitrag 50 Euro beträgt. Grundsätzlich sind die 50 Euro verpflichtend, der Vorstand kann aber mit Begründung Ausnahmen vorsehen. Im Mitgliedsbeitrag enthalten sind der Zugang zu einem Medienverteiler, Banner auf der Webseite, Zugang zu den Kommunikationsnetzen des Medienverbands in den sozialen Netzen, Zugang zu einem internen Medien-Wissensbereich, ein möglicher Stand am „Tag der Freien Medien", Öffentlichkeit im Medienjournal und aktive Interessensvertretung gegenüber Politik und öffentlichen Körperschaften, sowie Werbemöglichkeiten auf Veröffentlichungen des Medienverbands. (Flyer, Plakate, Vorträge,...) Zusätzlich gibt es für die Mitglieder des Medienverbands vergünstigte Zugänge zu den Fortbildungsangeboten.</p> <p>Der Österreichische Medienverband ist stolz, folgende freie Medien zu seinen Mitgliedern zählen zu dürfen: JunQ.at mit subtext.at, frischluft und der Veranstaltungsreihe QLASH, FM5, Der Bagger, keine delikatessen, Hydra, Rokkos Adventure, Skug, The Message, Die Maske, und CHiLLi.cc.</p>]]></description>
      <link>http://medienverband.at/index.php/newsreader/items/neuervorstandnw.html</link>
      <pubDate>Tue, 29 Dec 2009 10:13:00 +0100</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Neue Qualität der Nachrichtenvermittlung durch Social Media</title>
      <description><![CDATA[<p><strong> <p><strong>Blogger und Web 2.0-Experte Luca Hammer im Interview über den Uni-Protest, die Rolle der sozialen Medien bei der Uni-Besetzung und die Zukunft der Nachrichtenvermittlung.</strong></p> Medienverband: Spontan, nicht organisiert heißt es, sei die Besetzung des Audimax zu Stande gekommen. Ein Aufruf an tausende Studierende. Welche Rolle nehmen die sogenannten „Sozialen Medien" bei dieser Aktion ein?</strong></p> <p>Luca: Social Media nahm vor Allem die Rolle ein, die Aktion zu verstärken.</p> <p>Der Aufruf lief jedoch noch über die klassischen Medien wie Telefon/Handy, SMS und über die persönlichen Netzwerke der Studierenden. Die neuen „sozialen Medien" waren und sind wichtig, um Informationen nach Außen zu tragen und im Weiteren, um MitstreiterInnen anzuwerben.</p> <p><strong>Medienverband: Welche Rolle nimmst du bei der Protest-Aktion ein?</strong></p> <p>Luca: Ich habe über Twitter von den Uniprotesten erfahren und war am Anfang etwas skeptisch und nicht so ganz sicher was das Ganze soll. Am Freitag nach dem „Start" bin ich das erste Mal hingegangen und hab mir die angeschaut, was da passiert. Ich war ein bisschen enttäuscht. Das Audimax war verraucht, es wirkte unorganisiert und chaotisch.</p> <p>Im ersten Plenum in dem ich dabei war, wurden die Arbeitsgruppen vorgestellt, die erste Großdemo wurde angekündigt und es haben sehr viele unterschiedliche Leute ihre Vorstellungen zu dieser Aktion geäußert. Das war sehr spannend und ich begann dann übers Handy zu streamen. Die Ton- und Videoqualität war aber sehr schlecht. Somit startete ich am Samstag, ausgerüstet mit Laptop und Kamera, einen Live-Stream.</p> <p><strong>Medienverband: Normalerweise nehmen die traditionellen Medien die Rolle ein, eine Öffentlichkeit zum Thema herzustellen. Diesmal sind es die Studierenden selbst, die via Internet andere am Geschehen teilhaben lassen, bzw. auch selbst Medienarbeit übernehmen. </strong></p> <p>Luca: Ich würde sagen, es war eine Kombination aus traditionellen und neuen Medien, die eine Öffentlichkeit herstellten. Zuerst waren es die größeren Medien die darüber berichtet haben, Social Media wirkte eher verstärkend. Anfangs twitterten nur wenige Leute, aber dadurch wurden auch wieder andere Medien auf die Sache aufmerksam, was eigentlich los ist.</p> <p><strong>Medienverband: Was war nun zuerst da? Die Henne oder das Ei?</strong></p> <p>Luca: Ich glaube, man kann das nicht so genau voneinander abgrenzen. Es entstand eine Art Wechselwirkung.</p> <p><strong>Medienverband: Wird die Protestaktion durch den Einsatz von Social Media transparenter, demokratischer?</strong></p> <p>Luca: Das auf jeden Fall. Einer der Hauptgründe warum ich den Live-Stream machte war, um die Aktionen im Audimax nach Außen kommunizieren. Wir konnten somit Negativ-Kommunikation entgegen wirken. Es gab z.B. vom Rektor die Anschuldigung, die Beschädigungen in der Uni beliefen sich auf 100.000 Euro. Andere Medien meinten, die Studenten machen nur Party und zerstören alles. Durch den Livestream konnte gezeigt werden, was wirklich passiert und dass viel gearbeitet wird.</p> <p><strong>Medienverband: Wie wichtig ist Medienkompetenz unter den Studenten?</strong></p> <p>Luca: Ich glaube, der Protest hat die Medienkompetenz der StudentInnen an sich schon gefördert, weil diese sich nun mit Medienarbeit beschäftigen mussten. Welche Fotos gelangen nach Außen, was darf gefilmt werden, etc.? Ihnen wurde bewusst, wie öffentlich die Aktion ist und dass es Konsequenzen zu jeder Handlung gibt.</p> <p>Außerdem haben die Studierenden dort erst mitbekommen welche Möglichkeiten Facebook und Twitter bieten. Es war spannend das zu beobachten und es war schön zu sehen, dass sie sich wirklich dafür interessieren.</p> <p><strong>Medienverband: Wird's in Zukunft eine Art sozialen Digital Divide geben?</strong></p> <p>Luca: Ich glaube nicht, dass man Digital Divide auf soziale Gruppen beschränken kann. Es gibt diesen Digital Divide und wird ihn auch immer geben. Es gibt Gruppen die sich mit dem Internet und all seinen Möglichkeiten intensiver beschäftigen, andere weniger. Mir ist aufgefallen, dass das Alter, gerade bei den Social Media-Anwendungen, keine große Rolle mehr zu spielen scheint. Ältere haben das Twitter viel früher entdeckt, die Jüngeren sind nachgezogen. Die Jüngeren haben wiederum andere Netzwerke. Es gibt einfach unterschiedliche Präferenzen in der Nutzung.</p> <p><strong>Medienverband: Wo siehst du die Zukunft der „Sozialen Medien"?</strong></p> <p>Luca: Naja, ich bin kein Hellseher und glaube nicht, dass man Social Media begrenzen kann. </p> <p>Ich glaube, es werden viel mehr Leute anfangen Informationen von sich zu geben. Es entsteht somit eine neue Qualität an Nachrichten. Es wird mehr Menschen geben, die Nachrichten verbreiten und selbst Nachrichtenhersteller sind.</p> <p>Welche Rolle klassische Medien, wie Zeitungen einnehmen, wird sicher interessant. Denn Neuigkeiten und Informationen kann ich heute viel schneller bekommen als über eine Zeitung. Auch wird der Informationsweg über einen Journalisten bzw. ein Medium umgangen. Zeugen von Ereignissen können über die Plattformen schneller und direkter kommunizieren und haben wiederum gegenüber den klassischen Medien eine Korrekturfunktion. Zum Beispiel wurde vieles über #unibrennt geschrieben, was so nicht richtig war. Ich werfe den Medien nicht vor, absichtlich falsche Sachen geschrieben zu haben, sie haben es halt so mitbekommen. Über den Livestream und Facebook, etc., hatten wir die Möglichkeit solche Meldungen richtig zu stellen und unsere Sicht der Dinge kund zu tun. </p> <p><strong>Medienverband: Wie empfindest du das „Zusammenleben" von Websites und sozialen Plattformen? Du hast einmal getwittert, dass Homepages eigentlich nicht mehr gebraucht werden.</strong></p> <p>Luca: Das stimmt teilweise. </p> <p>In der er ersten Woche hatten wir eine halbe Million Zugriffe auf der unsreuni.at-Homepage. Das war aber nicht alles. Auf Facebook waren es zusätzliche 200.000 Zugriffe, der Livestream liegt momentan bei einer halben Million Zugriffe. StudiVZ ist gleich stark mit Facebook, jedoch kommt von StudiVZ mehr Traffic auf unsere Homepage. Über Twitter waren es bis jetzt 35.000 Tweets.</p> <p>Es sind sehr viele Säulen über die wir die Leute erreichen und es wär somit nicht schlimm, wenn eine davon wegbricht. Die Website ist eine von mehreren Säulen. Sie ist wichtig um Informationen für JournalistInnen zur Verfügung zu stellen. Facebook ist vor allem da um die Leute direkt zu erreichen, direkter zu kommunizieren und auch diskutieren zu können. Die Website nimmt eine eher passive Rolle ein, die sozialen Plattformen hingegen eine aktive.</p> <p>Für Leute die nicht so webaffin sind braucht es trotzdem die Website - hier werden die Informationen aus anderen Kommunikationskanälen gesammelt. </p> <p><strong>Medienverband: Was kannst du freien (Online)-Medien mitgeben um die Herausforderungen des Internets zu meistern?</strong></p> <p>Luca: Auf die User hören. Das kann ich aber eh jeder Firma sagen und jedem Medium. </p> <p>Konkret auf Medien bezogen: User veröffentlichen gerne Inhalte, auch die die keinen eigenen Blog haben. </p> <p>Wenn man sich außerdem auf einen Spezialbereich konzentriert, ist es wahrscheinlich besser, als wenn man alles machen will. Traditionelle Medien wollen manchmal alles abdecken und schaffen das aber nicht wirklich. Ich sehe die Zukunft eher für Experten. </p> <p>Links:</p> <p><a onclick="window.open(this.href); return false;" href="http://www.2-blog.net/">2-Blog: Aus dem Alltag der Medienzukunft</a></p> <p style="text-align: right;">(Victoria Zedlacher)</p>]]></description>
      <link>http://medienverband.at/index.php/newsreader/items/neue-qualitaet-der-nachrichtenvermittlung-durch-social-media.16.html</link>
      <pubDate>Sat, 05 Dec 2009 13:20:00 +0100</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>„Selbstausbeutung gehört einfach dazu!“</title>
      <description><![CDATA[<p><strong></strong><strong>Daniel Friesenecker, Herausgeber von junQ.at und Oliver Lukesch, Chefredakteur von subtext.at, sprachen im Interview mit dem Österreichischen Medienverband über ihre Medien-Kinder, sowie das Engagement das die Herausgabe von freien Medien erst ermöglicht. </strong></p> <p><strong>Medienverband: Die Medien- und Kulturplattform junQ.at hat ordentlich zugelegt und betreut mit dem Online-Magazin subtext.at, der Schülerzeitung frischluft und der Veranstaltungsreihe QLASH gleich drei Projekte. Woraus entstand die Intention junQ.at so zu formieren?</strong></p> <p><strong><em>Daniel:</em></strong> Zu allererst, junQ.at entstand aus der Idee in Linz ein unabhängiges Medium für Jugendliche von Jugendlichen ins Leben zu rufen. Das fehlte hier einfach. </p> <p>subtext.at war so anfangs nicht geplant, denn junQ.at war zu Beginn &nbsp;ein eigenständiges Online-Medium. Schließlich fusionierten wir aber mit der Schülerzeitung frischluft. Daraus entstand dann erst die Idee ein zusätzliches Medium zu konzeptionieren - und das war dann subtext.at, das seit 9.9.2009 online ist.</p> <p><strong>Medienverband: Gibt es ein Business-Konzept das hinter den Projekten steht?</strong></p> <p><strong><em>Daniel:</em></strong> Nein, wir machen alles ehrenamtlich. Bei uns bekommt niemand Geld für seine/ihre Tätigkeiten. Es gibt auch keine Pläne kommerziell aufzutreten. Uns geht es darum, jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, sich journalistisch auszuleben, ein Sprachrohr zu sein - das ist das Konzept das dahinter steht.</p> <p><strong>Medienverband: junQ.at als Spielwiese für junge Journalisten? Wie sieht die Partizipation des Mediums aus?</strong></p> <p><strong><em>Daniel:</em></strong> Jeder und Jede der/die motiviert ist im Medien- und Kulturbereich zu arbeiten ist willkommen. Aufgrund der verschiedenen Projekte gibt es vielfältige Möglichkeiten sich einzusetzen.&nbsp; Die Bandbreite reicht von der Erstellung journalistischer Texte über Fotografie, grafische Gestaltung, Akquise bis hin zur Mitarbeit beim QLASH.</p> <p><strong>Medienverband: Ob schreiben oder lesen, an wen wendet ihr euch?</strong></p> <p><strong><em>Oliver:</em></strong> subtext.at hat vor allem in der Linzer Kulturszene viele LeserInnen. Außerdem sind wir gut vernetzt mit Radio FRO, mit dem wir auch in Zukunft einige Kooperationen planen.Wir versuchen alle Schichten anzusprechen. Die Rückmeldungen - via Facebook und Twitter - kommen hauptsächlich aus dem studentischen Bereich.</p> <p>Genaue Zahlen zu unseren LeserInnen lassen sich momentan, da wir erst seit September online sind, schwer festlegen. Im Zeitraum September-Oktober waren es an die 3000 LeserInnen, Tendenz steigend. </p> <p><strong><em>Daniel:</em></strong> Wir können sagen, das Interesse an unseren Inhalten beginnt bei Jugendlichen ab 17, 18&nbsp; Jahren und reicht bis in die Gruppe der frühen 30er hinein. Nach oben hin sind wir zwar offen und bekommen auch Feedback von den etwas älteren Schichten, aber prinzipiell lässt sich unsere Zielgruppe zwischen 17 und 30 Jahren verankern.</p> <p>frischluft hingegen spricht auch jüngere LeserInnen an, da es ein Schülermagazin von SchülerInnen für SchülerInnen ist. </p> <p><strong>Wie erscheint subtext.at? </strong></p> <p><strong><em>Oliver:</em></strong> Unter &nbsp;junQ.at-Zeiten sind wir noch jeden Donnerstag erschienen. Wir haben das aber geändert da sich diese Periodizität negativ auf die Qualität ausgewirkt hat. Unser aktueller Plan ist, dass wir jeden zweiten Donnerstag ein Update bringen, dafür aber mehr Artikel veröffentlichen. Brandaktuelles, wie zum Beispiel die momentanen Uniproteste sollen trotzdem kurzfristig online gestellt werden. &nbsp;Dieser Plan existiert jedoch erst seit September. Wir wissen noch nicht ob es überhaupt eine gute Idee ist. Wir werden es erst einmal testen.</p> <p>&nbsp;<strong><em>Daniel:</em></strong> Zusätzlich zu subtext.at gestalten wir einen Podcast, in dem &nbsp;hauptsächlich KünstlerInnen interviewt werden. Dieser erscheint jeweils am entgegengesetzten Donnerstag. Es kommt somit jeden Donnerstag was raus. Ein redaktionelles Update alle zwei Wochen, und der Podcast alle zwei Wochen.</p> <p>frischluft ist geplant vierteljährlich zu erscheinen. Seit der Fusion im Juni 2009 arbeiten wir daran uns mit dem frischluft-Team zu vernetzen, was schon ganz gut funktioniert. Das Problem ist im Moment rein die Finanzierung. Ein Printprodukt das gratis ist, vierteljährlich erscheint und von Jugendlichen geschrieben ist, stellt eine andere Herausforderung als das Online-Magazin dar. SponsorInnen steigen unserer Erfahrung nach (noch) nicht wirklich darauf ein, die momentane wirtschaftliche Lage tut ihr Übriges dazu. Das Konzept von frischluft müssen wir aber unbedingt überarbeiten. Zum Beispiel ist die Qualität des Drucks, der bis jetzt sehr aufwändig gestaltet war, und der Umfang, zu überdenken. frischluft ist momentan die größte Baustelle die wir haben.</p> <p>Der QLASH soll alle zwei Monate stattfinden. Er ist mittlerweile fünf mal über die Bühne gegangen. Der Hintergrund von QLASH ist, ein Angebot zu schaffen, das kostenlos für Jugendliche ist und junge Bands vor ein größeres Publikum auf die Bühne bringt. Dies funktioniert ohne Eintritte, sofern es für uns möglich ist. Muss Eintrittsgeld verlangt werden, so soll sich dieses im Rahmen halten. Drei Euro sind für Jugendliche leistbar.</p> <p><strong>Wie ist subtext organisiert, bzw. wie viele Leute arbeiten an dem Onlinemagazin mit?</strong></p> <p><strong><em>Oliver: </em></strong>Wir sind ein sehr dynamisches Team, mal mehr mal weniger. Meistens arbeiten aber bei uns an die 20 Leute mit.</p> <p><strong>Wie finanziert sich subtext?</strong></p> <p><strong><em>Daniel:</em></strong> Unsere Projekte sind stark &nbsp;in der Kulturszene verankert, deshalb haben wir das Glück auf Fördermittel (Kulturförderungen) zurückgreifen zu können. Finanziert sind wir im Moment von Stadt und Land. Die Idee bleibt aber vorerst, nicht als Arbeitgeber zu fungieren oder kommerziell aufzutreten, sondern lediglich unsere Kosten decken zu können - d.h. um die Miete für's Büro und das Equipment zu bezahlen.</p> <p><strong><em>Oliver:</em></strong> Der einzige Gewinn, der dabei herauskommt, ist die Erfahrung die wir durch unsere Tätigkeit sammeln können. </p> <p><strong>Klein, aber trotzdem fein - wie garantiert subtext journalistische Qualität?</strong></p> <p><strong><em>Oliver:</em></strong> In erster Linie haben wir dafür ein Lektorenteam gegründet das im Moment aus sechs Personen besteht. Wir stellen uns selbst auch immer hohe Ansprüche, die wir aber auch nicht immer erreichen können. Unser Ziel bleibt aber, ein qualitativ hochwertiges Medium herauszugeben.</p> <p><strong><em>Daniel:</em></strong> Wenn wir die Artikel vom Beginn betrachten und mit jenen von heute vergleichen, lässt sich feststellen, dass sich in dieser Zeit viel getan hat. Die Themen sind anders recherchiert, die Formulierungen geschliffener und journalistische Grundregeln werden eingehalten. Ziel bleibt es immer besser zu werden.</p> <p><strong>Gerade die kleinen Medien leben hauptsächlich von Werbung. Ist es auch bei junQ.at und Co. möglich Werbung zu schalten?</strong></p> <p><strong><em>Oliver:</em></strong> Die Möglichkeit gibt es durchaus. Ein Teil unserer Einnahmen wird durch Werbung finanziert. Wir spüren aber, dass der Akquisenmarkt ziemlich eingebrochen ist. Obwohl wir unsere Arbeit professionalisiert haben, sieht es weiterhin mit Werbeschaltungen bei uns nicht so gut aus.</p> <p><strong><em>Daniel:</em></strong> Sollten wir so weit kommen, dass nennbare Beträge in der Werbung eingenommen werden, dann ist es auch geplant dieses Geld an die Mitarbeiter als Aufwandsentschädigung weiterzugeben. Momentan liegt der Preis eine Bannerschaltung/Monat auf subtext.at zwischen 75 und 200 Euro.</p> <p><strong>Ein Blick in die Zukunft: Wo ist junQ.at in fünf Jahren?</strong></p> <p><strong><em>Daniel:</em></strong> Ich habe gesehen wie schwierig es ist so etwas vorauszusehen. junQ.at gibt es de facto seit eineinhalb Jahren. Wenn uns damals jemand gesagt hätte, dass wir einmal bei einem Interview mit dem Österreichischen Medienverband sitzen, das wir eine fixe LeserInnenschaft haben und drei Projekte betreiben, dann hätten wir uns das nicht vorstellen können. Jetzt habe ich einen Antrag auf Fördermittel für die nächsten drei Jahre geschrieben und habe mir dabei extrem schwer getan zu sagen, wo wir in den nächsten drei Jahren stehen wollen. Wir können nur hoffen, dass es weitergeht wie bisher und dass wir einen stetigen Zuwachs an LeserInnen haben. Wir werden journalistisch immer besser und gehen auch über die Grenzen von Linz und OÖ hinaus. </p> <p><strong><em>Oliver:</em></strong> Es ist unser Ziel besser und größer zu werden. Um es kurz und simpel auszudrücken.</p> <p><strong>Was muss passieren, damit subtext.at &amp; Co eingestellt wird. </strong><strong>Gibt es&nbsp; einen „point of no return"?</strong></p> <p><strong><em>Daniel: </em></strong>(lacht)Wenn uns die Kronen Zeitung kauft.</p> <p><strong><em>Oliver:</em></strong> Selbstausbeutung gehört bis zu einem gewissen Maß dazu. Wenn man es wirklich machen will kann man sich nicht dagegen wehren. Und es macht einfach großen Spaß.</p> <p>Ich glaub' wir würden dann aufhören, wenn's absolut keinen Spaß mehr macht. Bis wir aber diese Grenze erreicht haben brauch es noch ziemlich lang.</p> <p><em><strong>D</strong></em><strong><em>aniel:</em></strong> Wenn ich auf mein Engagement zurückblicke dann kann ich sagen, ich hatte einen recht fordernden Job mit 60 Wochenstunden und hab dann doch noch die Zeit gefunden junQ.at zu machen. Es muss also schon viel passieren dass ich nicht mehr weitermache. Wenns aber soweit geht, dass es sich gesundheitlich auswirkt, oder das Privatleben sehr darunter leidet, dann wird man es sich überlegen müssen ob man weiter tut. </p> <p>Aber im Moment ist es für Oliver und mich noch gut vereinbar.</p> <p><strong>Weihnachten ist ja nicht mehr allzu weit. Welchen Wunsch hättet ihr denn da an den Medienverband?</strong></p> <p><strong><em>Daniel:</em></strong> Vernetzung ist einfach unheimlich wichtig. Das ist der Hauptwunsch an den Medienverband - eine Vernetzung, mit anderen freien Medien, aber auch mit diversen Institutionen zu schaffen. </p> <p>Ein weiterer Wunsch wäre „echte" Presseausweise für unser RedakteurInnen und eine Form der Entwicklungshilfe für freie Medien - zum Beispiel Hilfe bei der Erstellung von Förderanträgen.</p> <p><strong><em>Oliver:</em></strong> Mein Wunsch ist, dass der Medienverband freien Medien mit Know-How und Kontakten unter die Arme greift. Vor allem auch in der Akquise. Wir wollen uns nicht nur durch Förderungen, sondern auch durch Werbeeinnahmen finanzieren. Außerdem wäre es sehr schön das APA-OTS gratis nutzen zu können. </p> <p style="text-align: right;">(Victoria Zedlacher)</p> <p style="text-align: left;">Links:</p> <p style="text-align: left;"><a href="www.junq.at">junQ.at</a></p> <p style="text-align: left;"><a href="www.subtext.at">subtext.at</a></p> <p style="text-align: left;">&nbsp;</p> <p style="text-align: left;">
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<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/"><img alt="Creative Commons License" style="border-width:0" src="http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/at/88x31.png" /></a><br /><span xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" href="http://purl.org/dc/dcmitype/InteractiveResource" property="dc:title" rel="dc:type">alle Werke der Autoren</span> des <span xmlns:cc="http://creativecommons.org/ns#" property="cc:attributionName">österreichischen Medienverbands</span> stehen unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/">Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Österreich Lizenz</a>.<br />Beruht auf einem Inhalt unter <a xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" href="www.medienverband.at" rel="dc:source">www.medienverband.at</a>.
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      <link>http://medienverband.at/index.php/newsreader/items/selbstausbeutung-gehoert-einfach-dazu.html</link>
      <pubDate>Sat, 14 Nov 2009 12:50:00 +0100</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>„Online heißt nicht ein blöder Computer mit einer blöden Maus und einem blöden Keyboard“</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>Vor mehr als einem Jahr schimpfte der damalige ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz am Elevate-Festival über Jugendliche die sich in dieses „Scheiß Internet" verkriechen, und wie scheißegal es ihm sei ob diese dem ORF-Programm zusehen oder nicht. Andreas Klinger und Richard Pyrker, die Initiatoren der Seite scheissinternet.at sprachen im Interview mit dem Österreichischen Medienverband über den „offenen Brief im Netz", die Verleihung des Wolfgang Lorenz-Gedenkpreises und die Zukunft der Medien im Internet.</strong></p> <p><strong>Die Aussage von Wolfgang Lorenz zum Internet und den Jugendlichen war ein Aufreger. Euch war es aber anscheinend nicht egal diese Aktion einfach so abklingen zu lassen?</strong></p> <p><strong><em>Andreas:</em></strong> Als ich das Kommentar von Lorenz hörte habe ich mich zuerst furchtbar aufgeregt und schließlich bemüßigt gefühlt meinen Unmut kundzutun. Mit Richard habe ich mich per Skype darüber unterhalten und wir haben gemerkt, dass so einige Leute ihre Stimme zu diesem Thema erhoben. In der Web-Community wurde vorgeschlagen zu handeln. CHiLLi.cc hat den ersten Artikel über den Lorenz-Sager gebracht. Unsere Idee war, unter diesen Artikel eine Box mit Tweets zu platzieren, damit dieser einen Mehrwert bekommt.</p> <p><strong><em>Richard:</em></strong> Damals hat das bei CHiLLi.cc aufgrund des Redaktionssystems nicht funktioniert. Somit kam uns die Idee eine eigene Seite einzurichten. Und die Bezeichnung scheissinternet.at lag für uns einfach sehr nahe. Wir wollten einen Ort schaffen an dem diskutiert werden kann und an dem wir nachhaltig etwas hinterlassen.</p> <p><strong>Die Gründung entstand somit spontan. Hattet ihr ein Ziel zu dieser Aktion?</strong></p> <p><strong><em>Andreas: </em></strong>Das Ganze war bzw. ist nichts anderes als eine Antwort. Vor ein paar Jahren hätte man einfach einen offenen Brief geschrieben und diesen dann in einem (Print)Medium publiziert. Wesentlich effektiver sahen wir es aber an, einen offenen Brief zu gestalten, in dem jeder eine Zeile dazuschreiben kann. </p> <p>Ich bin einmal von einem Journalisten gefragt worden, ob das Ganze wenn's fertig ist ausgedruckt und zum ORF gebracht wird. Mir war damals ganz ehrlich nicht bewusst, dass das „Ding" ein Ende haben sollte. Ich muss dem Journalisten aber recht geben - ohne Ziel wäre die Sache ja gar nicht erst angekommen. Noch war mir aber nicht danach all die Meldungen auszudrucken und zum ORF zu bringen.</p> <p><strong><em>Richard:</em></strong> Naja, und wer druckt schon das Internet?</p> <p><strong>Gab es von Seiten des ORF Reaktionen auf scheissinternet.at?</strong></p> <p><strong><em>Andreas:</em></strong> Ja die gab es und somit wissen wir auch das scheissinternet.at vom ORF gelesen wurde. Wir waren trotzdem enttäuscht, dass der ORF auf die Diskussion nicht stärker einging oder generell versuchte über diesen Weg die Thematik aufzuarbeiten.</p> <p>Tatsache ist, im Internet wird über Marken, sofern wir nun vom ORF als Marke sprechen, immer diskutiert. Die einzige Möglichkeit die eine Marke bei Negativ-Diskussionen hat, ist an der Diskussion teilzunehmen und zu versuchen das Ganze im eigenen Licht darzustellen. Die Pensionierung von Wolfgang Lorenz wurde kurz darauf bekannt gegeben. Ein Irrglaube ist aber, dass scheissinternet.at etwas damit zu tun hat. Ich habe die Theorie, dass er kurz vor dem Elevate-Festival erfahren hat, pensioniert zu werden. Lorenz hat einfach seine Frust vor einem netzaffinen Publikum kundgetan - was so gesehen kein so guter Schachzug von ihm war. </p> <p><strong><em>Richard:</em></strong> Und wenn man sich vorstellt wie langsam die Mühlen beim ORF mahlen, so wäre eine so kurzfristige Pensionierung sehr abwegig gewesen. Es war aber lustig dass es in den OÖ Nachrichten im Zusammenhang mit scheissinternet.at publiziert wurde. </p> <p><strong>Was hat es mittlerweilen mit #anlorenz auf sich?</strong></p> <p><strong><em>Andreas:</em></strong> #anlorenz wurde mittlerweile zum meme und war ein Jahr lang Synonym für „Alte Medien" .</p> <p>Ich sag nicht das der ORF die neuen Medien nicht versteht, aber #anlorenz steht in direktem Zusammenhang mit dem ORF und wird in Verbindung mit allen klassischen Medien gebracht die etwas zum Medium Internet publizierten. Zum Beispiel Qualitätsjournalismus im Print vs. Onlinejournalismus, Journalisten versus Blogger, etc. In diesem Bereich hat sich #anlorenz immer wieder manifestiert.</p> <p><strong><em>Richard:</em></strong> Uns ist klar dass es nicht DEN ORF gibt und wir in unserer Diskussion alles auf den ganzen ORF beziehen sollen, aber es wurde eben zum Synonym für Leute oder Abteilungen von Medien die sich nicht mit Neuen Medien auseinandersetzen wollen.</p> <p><strong>Auch Armin Thurnher vom Falter steht dem Internet skeptisch gegenüber. Woher kommt solche Abwehrhaltung gegen dieses Medium?</strong></p> <p><strong><em>Andreas:</em></strong> Schwierige Thematik. Ich glaube dass der Falter sich jahrelang nicht aktiv bemüht hat das Netz wirklich zu nutzen. Wir hatten in den letzten Jahren eine Art Sturm und Drang-Phase im Internet. Vieles ist dabei daneben gegangen, einiges hat sich etabliert. Rein wirtschaftlich gesehen ist es für ein Printmedium gut nicht bei jedem Experiment mitzumachen. Trotzdem, so möchte man meinen, sollten Medien die irgendeine Art von Content produzieren, dazulernen und die guten „Dinge" für sich herausholen. Armin Thurnher hat mit seiner Positionierung ein ungutes Jahr getroffen, das Jahr nach dem Wolfgang-Lorenz-Sager. </p> <p><strong><em>Richard:</em></strong> Armin Thurnher ist selbst ein klassischer Ego-Blogger, mit seiner Kolumne. Komisch eigentlich, dass er dann Neuen Medien ihre Relevanz absprechen will...</p> <p><strong>Neben scheissinternet.at entstand auch superinternet.at. Was hat es mit dieser Seite auf sich?</strong></p> <p><strong><em>Richard:</em></strong> superinternet.at wurde von Daniel Erlacher und Heinz Wittenbrink gegründet (<a href="http://chilli.cc/index.php?id=84-1-133">Interview auf CHiLLi.cc</a>, Anm. d. Red.). Sie meinten, dass es für die Thematik um Lorenz nicht gut ist einen so negativ behafteten Begriff wie „scheissinternet" zu verwenden. So gründeten sie superinternet.at, eine Seite die Verbesserungsvorschläge für den ORF sammeln soll. </p> <p><strong><em>Andreas:</em></strong> Die Idee von Daniel und Heinz find ich super und ich bin der Meinung man braucht öffentlich-rechtliche Medien und diese Aktion dient der Unterstützung des ORFs. Das Problem dabei ist aber, dass sie den klassischen Fehler gemacht haben intransparent zu agieren. Das heißt, die Leute sollten ihre Verbesserungsideen an die Herausgeber schicken, diese wollten die Informationen dann aufbereiten und dann per Voting darüber abstimmen lassen, welche Vorschläge angenommen werden sollen. Ein vernünftiger Ansatz, im Internet aber komplett der falsche. Der richtige Ansatz wäre für mich komplette Transparenz ab der ersten Minute, d.h. Posting der Verbesserungsmöglichkeiten ab der ersten Minute und Voting ab der ersten Minute. Denn warum sollte jemand seine Ideen abgeben, solange er keine anderen auf der Plattform sieht? Ich wäre weder inspiriert noch motiviert dazu.</p> <p><strong><em>Richard:</em></strong> Es entsteht dadurch starke Aufmerksamkeit und Eigendynamik, so wie auch bei den #unsreuni-Protesten.</p> <p><strong>Welche Rolle spielt Social Media in diesem Context?</strong></p> <p><strong><em>Andreas:</em></strong> scheissinternet.at ist ein Paradebeispiel für Social Media. Das Ganze war damals für den Moment gedacht. Es war einfach die Antwort auf eine Aktion - nun ist es zu einem Mahnmahl geworden. Warum wir uns so stark auf Social Media fixiert haben ist, dass die Diskussion im Web vorhanden war. Wir versuchten mit dieser Seite die Kommunikation für die sichtbar zu machen, die Social Media-Angebote nicht bzw. kaum benutzen. Nicht jeder ist mit Twitter und Co. vertraut. Es ist ein simpler Zugang zu den Beiträgen, die im Web 2.0 existieren. Gebündelte Form, leicht konsumierbarer Zugang für nicht Social-Media-Experten.</p> <p><strong><em>Richard:</em></strong> Die ersten Aktiven waren übrigens Blogger.</p> <p><strong>Könnt ihr sagen, wie viel Postings bzw. Einträge ihr auf dieser Seite gesammelt wurden?</strong></p> <p><strong><em>Andreas:</em></strong> Ich weiß das heute nicht mehr. Ich kann auch keine quantitative Antwort darauf geben. Im Grunde ist das auch vollkommen egal, solange ein einziges gutes Kommentar dabei ist reicht uns das.</p> <p><strong><em>Richard:</em></strong> An dem Tag als die Seite startete hatten wir pro Minute fünf Tweets.</p> <p><strong>Am 14.11 ist die Verleihung des Wolfgang-Lorenz-Gedenkpreis. Welche Rolle nehmt ihr dabei ein?</strong></p> <p><strong><em>Andreas:</em></strong> Der Wolfgang-Lorenz-Gedenkpreis hat mit uns nichts zu tun. Die Künstlergruppe Monochrom - das sind österreichische KünstlerInnen mit starkem Netzhang und rund um Johannes Grenzfurthner organisiert - hat diesen initiiert und vergibt ihn auch.</p> <p>Die Verleihung findet in einem Puppentheater im Rahmen einer Inszenierung zum Thema statt. Finde ich eine tolle Sache, für mich gibt es dabei nur ein Problem.Sie machen denselben Fehler den sie anderen vorwerfen. Eine selbsternannte ExpertInnengruppe soll als Jury wieder entscheiden was Wahrheit und Information für Andere ist. Die Jury legt fest wer den Preis bekommt. Mein Ansatz wäre wieder gewesen, die Abstimmung transparent und öffentlich zu machen. </p> <p>Aber, es ist halt ein Kunst- und Kulturevent und hat somit alle Freiheiten.</p> <p><strong>Wer ist für den Preis nominiert?</strong></p> <p><strong><em>Richard:</em></strong> Das ist geheim, das beschließt die Jury für sich.</p> <p><strong><em>Andreas:</em></strong> Ich weiß nicht wer nominiert wird, aber vermute dass Personen die „Lorenz"-ähnliche Aktionen gemacht haben, nominiert sind. Wir sind auch nicht auf der Liste, oder in irgendeiner Form darüber informiert was geplant ist, geschweige denn involviert.Ich würd's cool finden, einen Parallelpreis zu machen, um solche Aktionen, wie die vom Lorenz, für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen und zu zeigen warum das falsch ist - bzw. aus unserer Sicht falsch ist.</p> <p><strong>Wo seht ihr die Chancen des Internets im Zusammenhang mit eurer Webseite?</strong></p> <p><strong><em>Andreas:</em></strong> In einer Print-Zeitung kann ich begrenzt viele Leserbriefe abdrucken. Online habe ich das Problem in der Theorie nicht. Man möge es Demokratie oder wie auch immer nennen. Für mich ist es Tatsache, dass in fünf bis zehn Jahren jeglicher Content über eine IP-Adresse geliefert wird, zumindest bis zum Endgerät. Mein Auto wird zum Beispiel online sein. In Zukunft ist für mich klar, dass Fernsehen über IP läuft und ich, wenn ich will, sehen kann was meine Freunde empfehlen und dadurch Mehrwert generiert wird und ich noch dazu mit dem Medium in Interaktion treten kann. </p> <p>Wenn ich heute zeitkritische Informationen haben will sind meiner Meinung nach Onlinemedien DIE Medien. Online heißt außerdem nicht „ein blöder Computer, mit einer blöden Maus, einem blöden Keybord". Online heißt, dass das Ding an ein Netz angeschlossen ist und dass ich ein Endgerät habe, mit dem ich Content konsumieren kann. Das kann aber auch alles andere sein, ein Iphone, mein Autoradio, ein E-Paper, meine Uhr etc.</p> <p><strong><em>Richard:</em></strong> Anzumerken ist hier, dass Print natürlich eine Berechtigung hat und ein gutes Medium ist. Vor allem im Magazin und Special Interest-Bereich.</p> <p><strong><em>Andreas:</em></strong> Ich sage nicht dass andere Medien aussterben werden. Langfristig und aus Effizienzgründen wird einfach viel über IP laufen. Ich glaub auch nicht das Magazine aussterben werden. Sonntag gemütlich ein Magazin zu lesen ist entspannend. </p> <p>Aber die Zukunft sehe ich eben im Internet.</p> <p style="text-align: right;">(Victoria Zedlacher)</p> <p style="text-align: left;">Links:</p> <p style="text-align: left;"><a href="www.scheissinternet.at">scheissinternet.at</a></p> <p style="text-align: left;"><a href="http://www.monochrom.at/wolfgang-lorenz-gedenkpreis/">Wolfgang Lorenz-Gedenkpreis</a></p> <p style="text-align: left;"><a href="http://chilli.cc/index.php?id=84-1-133">superinternet.at-Interview auf CHiLLi.cc</a></p> <p style="text-align: left;">&nbsp;</p> <p style="text-align: left;">
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<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/"><img alt="Creative Commons License" style="border-width:0" src="http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/at/88x31.png" /></a><br /><span xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" href="http://purl.org/dc/dcmitype/InteractiveResource" property="dc:title" rel="dc:type">alle Werke der Autoren</span> des <span xmlns:cc="http://creativecommons.org/ns#" property="cc:attributionName">österreichischen Medienverbands</span> stehen unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/">Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Österreich Lizenz</a>.<br />Beruht auf einem Inhalt unter <a xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" href="www.medienverband.at" rel="dc:source">www.medienverband.at</a>.
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      <pubDate>Sat, 14 Nov 2009 12:47:00 +0100</pubDate>
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    <item>
      <title>Latest News</title>
      <description><![CDATA[<p>Zunächst freuen wir uns, dass zwei weitere wichtige Magazine den Medienverband unterstützen. Mehr über diese Medien erfahrt ihr in den kommenden Wochen in unserem Medienblog.</p> <p><strong>Neu beim Medienverband - junQ.at und subtext.at</strong><br /><br />junQ.at ist eine unabhängige Medien- und Kulturplattform aus Linz. Über das Online-Magazin „subtext.at“, das Print-Magazin „frischluft“ und die Veranstaltungserie „Qlash“ bietet junQ Raum für jungen Journalismus und Kulturschaffen. Die Arbeit bei junQ.at geschieht auf freiwilliger Basis und abseits jeglicher kommerzieller Interessen.<br /><br />subtext.at versteht sich als unabhängiges Online-Magazin und Plattform für jungen Journalismus. Mit Fokus auf eine junge und bildungsorientierte Leserschaft berichtet subtext in Form von Artikeln, Fotostrecken und Podcasts regelmäßig über alle Facetten des Lebens.</p> <p><strong>CHiLLi.cc</strong></p> <p>Das Online-Magazin CHiLLi, herausgegeben vom Verein für freie und unabhängige Medien gehört zu den führenden österreichischen (Jugend-)Medien. CHiLLi.cc engagiert sich seit 8 Jahren im Netz für eine kritische Öffentlichkeit. CHiLLi war eines der ersten Magazine in Österreich, dass Jugendjournalismus salonfähig gemacht hat. Salonfähig durch kritischen Qualitätsjournalismus. CHiLLi erscheint wöchentlich mit den relevanten Themen für ein junges Zielpublikum. </p> <p><strong>Einführung ins Medienrecht: 12. und 19.11</strong></p> <p><span class="status-body"><span class="entry-content">Dr. Josef Unterweger wird am Donnerstag den 12. &amp; 19.11 (19-22h) ins Medienrecht einführen. </span></span><span style="font-family: Arial,Helvetica;">Dr. Josef Unterweger ist seit 1987 Rechtsanwalt, seit 2007 auch Professor Honoris Causa der Wassyl Stefanyk Universität in Iwano-Frankiwsk,&nbsp;Ukraine</span><span style="font-family: Arial,Helvetica;">. Seine Spezialgebiete liegen vor allem im Verwaltungsrecht, Nachbarrecht, Presse-&nbsp;und Medienrecht, Umweltrecht, Arbeitsrecht, Niederlassungsrecht, Contracting. Dr. Josef Unterweger konnte sich durch seine ständige Beratung von Bürgerinitiativen, Umweltschutzorganisationen, NGOs im Bereich Umweltschutz, Tierschutz, Verkehr, Soziales, Betreuung und Menschenrechte einen Namen machen. In Kooperation mit GLOBAL 2000 ist es möglich den JournalistenInnen der Magazine des Medienverbands zwei Workshops anzubieten. Anmeldung unter office@medienverband.at. Unkostenbeitrag: 15 Euro.</span></p> <p><strong><span style="font-family: Arial,Helvetica;">Generalversammlung, Dienstag 7. Dezember</span></strong></p> <p><span style="font-family: Arial,Helvetica;">Am 9.12.2008 fand der Tag der Freien Medien Österreichs statt. Knapp 1 Jahr danach ist es an der Zeit für die Generalversammlung. Ein neuer Vorstand muss sich konstituieren. Bewerbungen können übrignes gerne unter office@medienverband.at eingebracht werden. Der Medienverband braucht Personen die sich für unabhängige Medien in Österreich einsetzt. Dass beispielsweise es in Österreich noch immer keine Publizistikförderung für Onlinemagazine gibt sagt bereits viel aus über den Medienstandort Österreich.<br />Zur Tagesordnung des Abends: Vorstellung des Tätigkeitsberichts durch den Präsidenten des Österreichischen Medienverbands, Diskussion der Arbeitsagenda des neuen Vorstands, Wahl des neuen Vorstands. Die Generalversammlung findet im großen Seminarraum der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 in der Neustiftgasse 36 statt. Die Generalversammlung beginnt um 18.30.</span></p> <p><strong><span style="font-family: Arial,Helvetica;">Unsere Uni</span></strong></p> <p><span style="font-family: Arial,Helvetica;">Der Großteil der Medienmacher unserer Medien wird von ehrenamtlich arbeitenden JournalistenInnen produziert. Viele dieser Journalisten und Journalistinnen sind StudentenInnen die auf der Suche sind ihre kreative Leistungen praxisnah umsetzen zu können. Freie Medien sind oftmals die wahren Ausbildungsstätten für Journalisten und Journalistinnen ebenso wie für viele PR- und KulturarbeiterInnen. Die Austattung und Ausbildung beispielsweise in einem Studium wie Publizistik erfährt nicht jene Ressourcen, die eine professionelle und praxisnahe Ausbildung gewährleisten können. StudentenInnen die gegen übervolle, nicht professionelle Ausbildungsplätze protestieren nehmen ihr Recht wahr die Öffentlichkeit gegen eine unzureichende Investition in Ihre Zukunft zu informieren. Der österreichische Medienverband solidarisiert sich daher mit den protestierenden StudentenInnen.</span></p> <p>&nbsp;</p> <p>
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<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/"><img alt="Creative Commons License" style="border-width:0" src="http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/at/88x31.png" /></a><br /><span xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" href="http://purl.org/dc/dcmitype/InteractiveResource" property="dc:title" rel="dc:type">alle Werke der Autoren</span> des <span xmlns:cc="http://creativecommons.org/ns#" property="cc:attributionName">österreichischen Medienverbands</span> stehen unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/">Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Österreich Lizenz</a>.<br />Beruht auf einem Inhalt unter <a xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" href="www.medienverband.at" rel="dc:source">www.medienverband.at</a>.
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      <link>http://medienverband.at/index.php/newsreader/items/latest-news.html</link>
      <pubDate>Sat, 31 Oct 2009 20:14:00 +0100</pubDate>
      <guid>http://medienverband.at/index.php/newsreader/items/latest-news.html</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Relaunch und Tätigkeitsbericht</title>
      <description><![CDATA[<p class="MsoNormal">Der österreichische Medienverband präsentiert sich im neuen Design. Doch nicht nur das Design wurde weiterentwickelt. Im Hintergrund wurde eine Infrastruktur aufgebaut. Ein Redaktionssystem das im Wesentlichen auf typolight beruht wurde entwickelt, ein Webserver bei Silverserver angemietet, &nbsp;Domains übersiedelt und ein Konto bei der Easybank eingerichtet. Nebenbei wurde eine CI entwickelt. &nbsp;Der österreichische Medienverband hat nun eine Infrastruktur die es ermöglicht in Zukunft professionell zu arbeiten.</p> <p class="MsoNormal">Was ist noch alles passiert? <br /> <br /> Zunächst einmal hat der Medienverband die theoretischen Grundlagen für sich geklärt. Die Positionierung und auch eine „Abgrenzung“ zu den Bloggern wurden vorgenommen.<br /> Die Vorarbeiten für den Medienreport konnten aufgenommen werden. Ein Konzept für einen Medienblog wurde entwickelt, eine kleine Redaktion aufgebaut. In diesem Blog werden zu Beginn die Herausgeber unabhängiger Medien interviewt. Der Medienblog wird am 15. November hier starten.</p> <p class="MsoNormal">Was ist nicht gelungen?</p> <p class="MsoNormal">Der Tag der Freien Medien kann zumindest im Dezember nicht wiederholt werden. Es müssen vorher noch Sponsoren gefunden werden, um den Tag der Freien Medien weiterentwickeln zu können. Die Finanzierung konnte nicht sichergestellt werden. Unsere Wunschlocation ist übrigens das Quartier 21 im Museumsquartier in Wien.<br /> Aber es gilt auch Selbstkritik zu üben. In den Sommermonaten hat der Medienverband nichts gemacht. Das ehrenamtliche Engagement des Vorstands war in diesen Monaten nur sehr eingeschränkt möglich. Ein Vorstandsmitglied ging beispielsweise nach Deutschland, ein anderes schied aus. Ein weiteres war mit „Hausbau“ beschäftigt.<br /> Der Relaunch nahm zudem mehr Zeit in Anspruch als uns selbst recht war. Positiv stimmt uns, dass nun die Rahmenbedingung sehr gut ist und uns auch die Politik – zumindest in Wien – sehr positive Signale bei diversen Lobbygesprächen ausgesendet hat.<br /> <br /> Die Generalversammlung des Vereins wird Anfang Dezember stattfinden.</p> <p class="MsoNormal">&nbsp;</p> <p class="MsoNormal">
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<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/"><img alt="Creative Commons License" style="border-width:0" src="http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/at/88x31.png" /></a><br /><span xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" href="http://purl.org/dc/dcmitype/InteractiveResource" property="dc:title" rel="dc:type">alle Werke der Autoren</span> des <span xmlns:cc="http://creativecommons.org/ns#" property="cc:attributionName">österreichischen Medienverbands</span> stehen unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/">Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Österreich Lizenz</a>.<br />Beruht auf einem Inhalt unter <a xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" href="www.medienverband.at" rel="dc:source">www.medienverband.at</a>.
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      <link>http://medienverband.at/index.php/newsreader/items/Relaunch_und_Tätigkeitsbericht.html</link>
      <pubDate>Mon, 19 Oct 2009 13:30:00 +0200</pubDate>
      <guid>http://medienverband.at/index.php/newsreader/items/Relaunch_und_Tätigkeitsbericht.html</guid>
    </item>
    <item>
      <title>Was sind Freie Medien?</title>
      <description><![CDATA[<p>Die Prinzipien Medialität (a), Inhalt (b), Finanzierung &amp; Erfolg (c) und Partizipation (d) sind die entscheidenden Kriterien aufgrund der wir Mitgliedschaften prüfen und wonach wir im Rahmen unserer Lobbytätigkeiten agieren. Nachstehend gehen wir auf die einzelnen Begriffe näher ein. </p> <p>&nbsp;</p> <p class="MsoNormal"><strong>a. Medialität</strong></p> <p class="MsoNormal">ÖMVB orientiert sich beim Medienbegriff zunächst am österr. Mediengesetz (BGBl. Nr. 314/1981 idF BGBl. I Nr. 49/2005), wonach „Medium […] jedes Mittel zur Verbreitung von Mitteilungen oder Darbietungen mit gedanklichen Inhalt in Wort, Schrift, Ton oder Bild an einen größeren Personenkreis im Wege der Massenherstellung oder Massenverbreitung“ ist (§1.1). Das österr. Mediengesetz inkludiert in dieser Definition explizit elektronische Medien („Website“) wobei weder der Grad der Verbreitung, noch ein inhaltlicher Mindestumfang näher definiert wird. Auch ein halbjährlich erscheinender Blog in einem Umfang von wenigen Sätzen, der von einer Handvoll Menschen gelesen wird, wäre in diesem Sinne ein Medium. Das österreichische Mediengesetz erwähnt allerdings „periodische elektronische Medien“ (§1.5a), doch anders als bei Printmedien wird hier eine periodische Erscheinungsweise nicht zwangsläufig vorausgesetzt. Auch ein elektronisches Medien, das nur fallweise erscheint, kann sich als „periodisches Medium“ verstehen, denn das Gesetz schreibt als Mindestvorgabe eine „Abrufbarkeit“ vor<a name="_ftnref1" href="#_ftn1"><sup><!--[if !supportFootnotes]--><sup>[1]</sup><!--[endif]--></sup></a>. </p> <p class="MsoNormal">Vor diesem Hintergrund ist festzuhalten, dass jede beliebige Website im Internet als Medium im Sinne des österr. Mediengesetzes angesehen werden könnte<a name="_ftnref2" href="#_ftn2"><sup><!--[if !supportFootnotes]--><sup>[2]</sup><!--[endif]--></sup></a>. Denn dass ein elektronisch erscheinendes Medium nach den Grundlagen journalistischer Sorgfaltspflicht vorgehen oder überhaupt journalistischer Ausrichtung sein sollte, wird im Mediengesetz nur indirekt nahegelegt, es wird auf keinen Fall als zwingender Zusammenhang betrachtet. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn das Mediengesetz sieht das Vorhandensein von Redaktionsstatuten als Kann-Bestimmung an (§5.1). </p> <p class="MsoNormal">Es erscheint also erforderlich, eine zusätzliche Präzisierung einzuführen, die das Vorhandensein einer verlegerischen oder redaktionellen Gesamtkonzeption auf elektronische Medien anwendet. (Wobei dies streng genommen auch für Printmedien nicht zwingend im österr. Mediengesetz vorgesehen ist.) Nur wo eine derartige Konzeption vorliegt (etwa schriftlich gefasst in Form eines „Redaktionsstatuts“, die über die inhaltliche Ausrichtung des Informationsangebots Auskunft gibt, kann von einem Medium bzw. elektronischen Medium journalistischer Prägung gesprochen werden. </p> <p class="MsoNormal">Wesentlich erscheint hier allerdings weniger der konkrete Inhalt eines entsprechenden Statuts (denn dieses kann jederzeit unterwandert werden, z.B. „Verbreitung von Unfug jeglicher Art ohne Rücksicht auf Verluste“ könnte ebenso als Statut bezeichnet werden), als vielmehr der Umstand, dass es zur Konstituierung desselben mindestens zwei Personen bedarf. Die Funktion dieser beiden Personen ist nebensächlich (klassischerweise handelt es sich um „Herausgeber/in“ bzw. „Medieninhaber/in“ und „Redakteur/in“), wichtig ist, dass eine gegenseitige Kontrollfunktion im Sinne der Ausübung journalistischer Sorgfaltspflicht wahrgenommen wird.</p> <p class="MsoNormal">Die Auslagerung dieser Kontrollfunktion an die User (in Form von Postings) mag eine zukunftsweisende Form zur inhaltlichen Lenkung elektronischer Medien sein (in dem Sinne, dass die Poster als redaktionelle MitarbeiterInnen betrachtet werden), aber um hier die Brücke zwischen Tradition und Innovation zu schlagen, soll für diese Definition vom Vorhandensein einer Kernredaktion ausgegangen werden, oder mit anderen Worten: dass sich also auch elektronische Medien im weitesten Sinne an der publizistischen Tradition zur Gestaltung redaktioneller Inhalte orientieren. </p> <p class="MsoNormal"><strong>b. Inhalt </strong></p> <p class="MsoNormal">Die Frage nach der inhaltlichen Ausrichtung ist für Definitionsfragen nebensächlich. Dennoch soll an dieser Stelle hingewiesen werden, dass sich der Österreichische Medienverband insbesondere für „Freie Medien“ einsetzt, die von einer erkennbaren Bereitschaft zur Übernahme von sozialer Verantwortung geprägt sind. Der Österreichische Medienverband fördert insbesondere Medien … </p> <p class="MsoNormal">… die sich gegenüber ihrem Publikum verantwortlich fühlen (und das auch, etwa durch redaktionelle Offenlegung zeigen). </p> <p class="MsoNormal">… Zusammenhalt schaffen, Identität geben, sowie Gemeinsamkeiten und kulturelle und sprachliche Vielfalt bewahren.</p> <p class="MsoNormal">… die von engagierten, kreativen Bürgern betreut werden, denen soziale Aufgaben ein Anliegen sind.</p> <p class="MsoNormal">… die durch ihre direkte Mitwirkung an der Schaffung und Verbreitung von Inhalten zur Verwirklichung des Ziels einer besseren Medienkompetenz der Bürger beitragen.</p> <p class="MsoNormal">&nbsp;</p> <p class="MsoNormal">Diese Aspekte orientieren sich an dem „Bericht über gemeinnützige Bürger- und Alternativmedien in Europa“ des Ausschusses für Kultur und Bildung im EU-Parlament, vorgelegt am 24.6.2008, Autorin: Karin Resetarits (A6-0263/2008)<a name="_ftnref3" href="#_ftn3"><sup><!--[if !supportFootnotes]--><sup>[3]</sup><!--[endif]--></sup></a>.</p> <p class="MsoNormal"><strong>c. Finanzierung &amp; Erfolg </strong></p> <p class="MsoNormal">&nbsp;</p> <p class="MsoNormal">Die Frage, unter welchen Bedingungen ein Medium als „frei“ betrachtet werden kann, unterliegt selbstverständlich sehr unterschiedlichen Bemessungs- und Bewertungsgrundlagen und kann daher keine Definitionsbedingung sein. Um allerdings Missverständnisse zu vermeiden, soll hier der Standpunkt des ÖMVB näher erläutert werden.</p> <p class="MsoNormal">Als „frei“ wird in der Regel ein Medium betrachtet, das „finanziell unabhängig“ produzieren kann. Die Substitution des Begriffs „frei“ durch „unabhängig“ erschwert die Sachlage allerdings zunächst sogar noch. Denn „Freiheit“ und „Unabhängigkeit“ sind, nicht nur in Bezug auf die Produktionsbedingungen von Medien, relative Begriffe. Jedes Medium, das nicht von einem exklusiven Vermarkter (wie etwa Kundenzeitschriften diverser Konzerne) abhängig ist, kann sich als „freies“ oder „unabhängiges“ Medium bezeichnen. In diesem Sinne ist ein Fanzine mit einer Auflage von 500 Stück, die aus eigener Tasche finanziert wird, so frei oder unabhängig wie etwa die „Kronen Zeitung“, die aufgrund ihrer (relativ gesehen) extrem hohen Auflage (als vielleicht eines der wenigen Printmedien überhaupt weltweit) mehr Druck auf ihre Anzeigenkunden ausüben kann als umgekehrt. </p> <p class="MsoNormal">Aus diesem Grund scheint der Begriff „frei“ besser geeignet als „unabhängig“. Die „Kronen Zeitung“ mag vielleicht unabhängig sein, „frei“ ist sie nicht, da sie im Rahmen der publizistischen und gesellschaftlichen Spielregeln ihre Rolle weiterhin in einer ganz spezifischen Weise spielen muss. Kleine Medien hingegen sind so „frei“, etwa bei jeder Ausgabe ihr Erscheinungsbild zu ändern, ihre Finanzierungsquellen neu zu finden, etc. Allerdings ist diese Freiheit natürlich eher ein Fluch, denn ein Segen, und selbst hier spielen basale Spielregeln wie Etablierung einer Marke und dementsprechend eines „Marktes“ eine nicht zu vernachlässigende Rolle …</p> <p class="MsoNormal">„Frei“ in Bezug auf Finanzierungsstrukturen bedeutet also konkret „Unabhängigkeit“ zwischen inhaltlicher Gestaltung und Finanzierung. Die Art der Finanzierung (Anzeigen, Mitglieder-Abos, Exklusivverträge) beeinflusst nicht die von den HerausgeberInnen oder RedakteurInnen geplante inhaltliche Ausrichtung. Und „frei“ bedeutet auch nicht, dass keine Gewinnorientierung vorliegt. Jedes Medium mit Distributionsabsicht, so ist zu unterstellen, nimmt sich vor, mit der Vermittlung seiner Inhalte erfolgreich zu sein, sprich: entsprechende Auflagenzahlen und damit eben entsprechende Gewinne (nicht nur ideeller Natur) zu erzielen. </p> <p class="MsoNormal">Für den Österreichischen Medienverband sind Medien vor allem dann besonders förderungswürdig, wenn diese grundlegende (positiv verstandene) Gewinnabsicht mit dem Aspekt der sozialen Verantwortung in Einklang steht (siehe Punkt b)<a name="_ftnref4" href="#_ftn4"><sup><!--[if !supportFootnotes]--><sup>[4]</sup><!--[endif]--></sup></a>. In dieser Hinsicht ist davon auszugehen, dass der ÖMVB sich für bestimmte Medien mitunter nur für eine gewisse Zeit ihrer Entwicklung einsetzt.</p> <p class="MsoNormal"><strong>d. Partizipation </strong></p> <p class="MsoNormal">Die Frage nach der Partizipation wurde bereits angesprochen und verdient aus mehreren Gründen eine gesonderte Erwähnung. Zunächst ist Partizipation ein wesentlicher Aspekt „Neuer Medien“ und Bestandteil einer via Internet möglich gewordenen „Civil Society“. In dieser Hinsicht ist Partizipation also ein wesentlicher und zukunftsweisender Aspekt moderner demokratischer Kultur. </p> <p class="MsoNormal">Anders aber als in dem vom EU-Parlament verabschiedeten Papier (siehe Punkt b) ist „Partizipation“ kein originäres Unterscheidungsmerkmal für „Bürgermedien“ oder noch weniger für „freie Medien“. Jedes Medium, das seinem Publikum redaktionellen Raum anbietet, etwa in Form von Leserbriefen oder Postings, hat partizipatorischen Charakter. Diese Art von Partizipation beschränkt sich allerdings darauf, dass die Stimmen der UserInnen bzw. LeserInnen als Meinungskaleidoskop dem redaktionellen Teil des Mediums hinzugefügt werden. </p> <p class="MsoNormal">Die jeweilige Redaktion agiert hier im Zeichen eines klassischen „Gatekeepings“, konkret durch die Auswahl von LeserInnenbriefe oder die Entfernung von Blogeinträgen. Wo diese Auswahl dazu dient, Aspekte der eigenen Berichterstattung oder Blattlinie hervorzuheben, muss im negativsten Sinne von „Partizipation“ gesprochen werden, im Grunde handelt es sich um eine Instrumentalisierung (siehe die klassische Debatte um die LeserInnenbriefe in der Kronenzeitung). Wo die Beiträge des Publikums nur marginal (aufgrund medienrechtlicher Bedenken etwa) „moderiert“ werden, kann in einem positiveren Sinne von&nbsp; Partizipation gesprochen werden. Diese ist aber alleine aus Platzgründen nur in online-Medien möglich. </p> <p class="MsoNormal">Auch das also kann eine aktive Partizipation im Sinne der Bürgermediendefinition des EU-Parlaments, dass also Teile des Publikums „an der Schaffung von Inhalten“ beteiligt sind, bedeuten. Ob die Beteiligung an der Schaffung von Inhalten allerdings soweit geht, dass die UserInnen oder BürgerInnen auch Teil des redaktionellen Gestaltungsprozesses werden, scheint unwahrscheinlich. </p> <p class="MsoNormal">Der besondere Clou der zivilgesellschaftlichen Ermächtigung durch elektronische Medien liegt nicht darin, dass die Grenzen zwischen Produzenten und Konsumenten inhaltlich aufgeweicht werden, sondern eben im Aspekt der Ermächtigung. Partizipierende User können durch Postings redaktionelle Reaktionen hervorrufen, sie können durch kritische Berichterstattung in eigenen Medien (bzw. Blogs) ein kritisches Gegengewicht herstellen, etc. Aber wer auch immer dazu übergeht, seine eigene Meinungen (nach welchen journalistischen Kriterien auch immer) zu publizieren, wird selbst zum „Gatekeeper“ und damit tendenziell antipartizipatorisch … </p> <p class="MsoNormal">Der Beitrag, den freie (ergo meist kleine) Medien hierbei leisten, ist nicht ein prinzipiell höherer Grad an Partizipation, sondern vielmehr, dass sie selbst Aspekt einer partizipatorischen, mithin also zivilgesellschaftlichen Kultur sind (oft genug auch entstanden als Einzelreaktion auf die Berichterstattung etablierter Medien). Mit anderen Worten: Freie Medien sind nicht partizipativer, sie sind selbst gelebte Partizipation. </p> <p>In diesem Sinne mag es unter den freien Medien auch Beispiele geben, wo die Partizipation selbst zum redaktionellen Prinzip erhoben wurde (die User machen die Inhalte), oder wo vor allem der Erwerb von Medienkompetenz für Partizipierende angeboten wird (was in beiden Fällen aufgrund der spezifischen Rahmenbedingungen vor allem durch freie (kleine) Medien geleistet werden kann), aber Partizipation selbst ist kein Aspekt oder keine Bedingung dafür, wie ein freies Medien funktionieren sollte. In diesem Sinne ist es auch kein Kriterium, dass der ÖMVB als notwendig erachtet, wohl aber als besonders förderungswürdig.<br style="page-break-before: always;" /></p> <p class="MsoNormal"><strong>Zusammenfassung</strong></p> <p class="MsoNormal">Welche Medien betrachtet der Österreichische Medienverband als besonders förderungswürdig und unterstützt sie dementsprechend: </p> <p class="MsoNormal">+ Print- und elektronische Medien, ungeachtet ihrer Auflagenzahlen (zumindest eine „Abrufbarkeit“ muss jedoch gegeben sein), </p> <p class="MsoNormal">+ die über ein Redaktionsstatut verfügen, respektive bei denen mindestens 2 Personen mit der Wahrung redaktioneller Aufgaben beauftragt sind; </p> <p class="MsoNormal">+ die periodisch erscheinen und zumindest zweimal bereits erschienen sind, </p> <p class="MsoNormal">+ die sich sozial verantwortlich fühlen, </p> <p class="MsoNormal">+ den Aspekt der Partizipation besonders berücksichtigen. </p> <p class="MsoNormal">Diese begriffliche Einschränkung schließt grundsätzlich große bzw. etablierte Medien nicht aus. Da sich der Österreichische Medienverband jedoch als Förderinstrumentarium für freie Klein- und Kleinstmedien versteht und seine Angebote vor allem als „Starthilfe“ (neben der politischen Lobbyarbeit im Sinne freier Medien) gedacht sind, ist nicht davon auszugehen, dass diese an einer Teilnahme am ÖMVB interessiert sind. Kooperationen und Sondermitgliedschaften im Sinne „medialer Nachbarschaftshilfe“ sind natürlich höchst willkommen. </p> <p class="MsoNormal"><strong>Medienpolitischer Nachsatz</strong></p> <p class="MsoNormal">Der österr. Medienverband fordert eine Änderung der Publizistikförderung. Unter dem Vorzeichen der hier festgelegten Kriterien sollen elektronische Medien als förderungswürdig erachtet werden. Eine entsprechende Änderung des Förderungswesens sei hiermit angerecht. </p> <p>&nbsp;</p> <p class="MsoNormal">Autor: Kurt Riha</p> <p class="MsoNormal" style="text-align: right;" align="right">Für den Medienverband</p> <p class="MsoNormal" style="text-align: right;" align="right">Martin Aschauer </p> <p class="MsoNormal" style="text-align: right;" align="right">Michael Aniser</p> <p class="MsoNormal" style="text-align: right;" align="right">Birgit Pestal</p> <p class="MsoNormal" style="text-align: right;" align="right">&nbsp;</p> <!--[if !supportFootnotes]--> <p>&nbsp;</p> <hr size="1" /> <!--[endif]--> <div id="ftn1"> <p class="MsoNormal"><a name="_ftn1" href="#_ftnref1"><sup><!--[if !supportFootnotes]--><sup>[1]</sup><!--[endif]--></sup></a><sup> </sup>Der Begriff der „Abrufbarkeit“ klärt indirekt auch die Frage, ob Medien, die primär der interpersonellen Kommunikation (bzw. „Individualkommunikation“) dienen (z.B. E-Mail, SMS), als „Verbreitungsmedien“ im Sinne des österr. Mediengesetzes angesehen werden können. Sowohl in theoretischer, wie auch in praktischer Hinsicht wäre es auch mit diesen Kommunikationstechnologien möglich, ein „Medium“ zu betreiben (z. B. in Form einer SMS-Zeitung). Aber dieser Einwand ist aufgrund der fortschreitenden Möglichkeiten der Mobiltelefonie zu vernachlässigen. (Internet to go ist längst Realität und wird daher kaum durch weniger leistungsfähige Kommunikationsformen substituiert werden).</p> </div> <div id="ftn2"> <p class="MsoNormal"><a name="_ftn2" href="#_ftnref2"><sup><!--[if !supportFootnotes]--><sup>[2]</sup><!--[endif]--></sup></a><sup> </sup>Hier stellt sich im Übrigen eine grundsätzliche Begriffsproblematik. Denn als „Medium“ gilt ebenso das Internet (das „Netz der Netze“) in seiner Gesamtheit (oder eben das world wide web, im Grunde aber nur ein Netz von vielen), wie auch bestimmte Informationsangebote innerhalb dieser Netze (z. B. Blogs, Informationsportale, Onlinezeitschriften, Wikipedia, etc.). Der (auch für das Mediengesetz) wesentliche Unterschied zwischen dem elektronischen Medium Internet in seiner Gesamtheit und einem einzelnen (in diesem Rahmen erscheinenden) Mediums besteht in der (nachverfolgbaren) Urheberschaft eines Redakteurs und/oder Medieninhabers. Dennoch ist damit die Begriffsproblematik nicht gelöst. Im Grunde wäre ein Sammelbegriff für alle im Rahmen des Internets erscheinenden Informationsangebote (im weitesten Sinne) nötig, um zwischen dem Medium Internet in seiner Gesamtheit und einzelnen Medienangeboten zu unterscheiden. (Man würde sich auf diese Weise zumindest endlose Diskussion nach dem Motto: „Aber das ist ja auch ein Medium!“ ersparen). Diese Arbeit kann im Rahmen dieses Papiers nicht geleistet werden. </p> </div> <div id="ftn3"> <p class="MsoFootnoteText"><a name="_ftn3" href="#_ftnref3"><sup><!--[if !supportFootnotes]--><sup>[3]</sup><!--[endif]--></sup></a><sup> </sup>Anders als im Papier des EU-Parlaments sieht der ÖMVB die Agenda „Sozialer Auftrag“ nicht als unmittelbare Korrelation von Ausrichtung und inhaltlicher Umsetzung. Bestimmte Medien, etwa populärkulturelle Nischenmagazine, definieren sich nicht primär über soziale Anliegen, dennoch bürgen ihre HerausgeberInnen für eine gewisse soziale Verantwortlichkeit, indem sie ihr Medium etwa als Alternative zum „Mainstream“ oder als identitätsstiftend für kulturelle Communitys betrachten.</p> </div> <p> <a name="_ftn4" href="#_ftnref4"><sup><!--[if !supportFootnotes]--><sup>[4]</sup><!--[endif]--></sup></a><sup> </sup>Eine sozial verantwortliche Gewinnabsicht findet ihre Grenzen dort, wo das geschäftliche Interesse das verlegerische bzw. inhaltliche Interesse übersteigt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>
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<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/"><img alt="Creative Commons License" style="border-width:0" src="http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/at/88x31.png" /></a><br /><span xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" href="http://purl.org/dc/dcmitype/InteractiveResource" property="dc:title" rel="dc:type">alle Werke der Autoren</span> des <span xmlns:cc="http://creativecommons.org/ns#" property="cc:attributionName">österreichischen Medienverbands</span> stehen unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/">Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Österreich Lizenz</a>.<br />Beruht auf einem Inhalt unter <a xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" href="www.medienverband.at" rel="dc:source">www.medienverband.at</a>.
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      <link>http://medienverband.at/index.php/newsreader/items/was-sind-freie-medien.html</link>
      <pubDate>Sun, 20 Sep 2009 12:19:00 +0200</pubDate>
      <guid>http://medienverband.at/index.php/newsreader/items/was-sind-freie-medien.html</guid>
    </item>
    <item>
      <title>österreichs medienverband fördert freie medien</title>
      <description><![CDATA[<p>„Medienvielfalt braucht individuelle Förderungsmaßnahmen, die sowohl finanziell als auch ideell erfolgen. Eine Anlaufstelle für junge, aufstrebende Medien muss geschaffen werden. Information über Förderstellen und Förderanträge, Abrechnung und Rechtsberatung muss leicht zugänglich werden, tragende Strukturen, Softwarelizenzen und auch Rechtsschutz müssen finanziell abgesichert werden“, so Vizepräsidentin Birgit Pestal über die Ziele des Österreichischen Medienverbands. Freie Medien sind weit mehr als nur die Ausbildungsstätten der Journalisten der Zukunft. Sie seien, so Aschauer „Garant des medienkulturellen Pluralismus in Österreich und sollten in einer funktionierenden Demokratie erkannt und wertgeschätzt werden.“</p> <p>Österreichs Freie Medien prägen und eröffnen ganze Kulturszenen und unterstützen diese nachhaltig. „Österreichs freie Medien sind unabhängig, gesellschaftlich relevant, arbeiten höchst professionell und vor allem politisch unabhängig</p> <p>&nbsp;</p> <p>
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<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/"><img alt="Creative Commons License" style="border-width:0" src="http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/at/88x31.png" /></a><br /><span xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" href="http://purl.org/dc/dcmitype/InteractiveResource" property="dc:title" rel="dc:type">alle Werke der Autoren</span> des <span xmlns:cc="http://creativecommons.org/ns#" property="cc:attributionName">österreichischen Medienverbands</span> stehen unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/">Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Österreich Lizenz</a>.<br />Beruht auf einem Inhalt unter <a xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" href="www.medienverband.at" rel="dc:source">www.medienverband.at</a>.
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      <link>http://medienverband.at/index.php/newsreader/items/oesterreichs-medienverband-foerdert-freie-medien.3.html</link>
      <pubDate>Tue, 19 May 2009 12:33:00 +0200</pubDate>
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